Karate

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 Japanische Kampfsportart

Auch wenn Karate heute als traditionelle japanische Kampfsportart gilt, liegen ihre Ursprünge noch gar nicht so lange zurück. Sie entstand aus dem Kung-Fu, das die Shaolin-Mönche aus China auf die japanischen Okinawa-Inseln brachten. Im 19. Jahrhundert entwickelte die lokale Bevölkerung daraus das Karate. Zu dieser Zeit war dort das Tragen von Waffen verboten und so suchten sie eine effektive Form der Selbstverteidigung ohne Waffen.

Für lange Zeit wurde Karate vor allem im Verborgenen trainiert. Erst zur Wende ins 20. Jahrhundert wurde aus der geheimen Kampfkunst auch ein Sport, der in Kampfsportschulen gelernt werden konnte. Zu dieser Zeit begann auch der internationale Siegeszug des Karates, denn viele Bewohner Okinawas wanderten nach Hawaii aus und brachten das Karate mit sich. Es sollte aber noch bis in die 1950er-Jahre dauern, bis das Karate im Westen eine erste Popularitätswelle erlebte.

Karate heute

Heute ist Karate auf der ganzen Welt verbreitet. Es ist noch immer eine sehr effektive Form der Selbstverteidigung, wird aber von vielen auch schlicht als Sportart gesehen. Dieser sportliche Aspekt zeigt sich auch durch die vielen Wettkämpfe, die im Karate stattfinden. Dabei wird eine angepasste Form des Karates praktiziert, welche das Verletzungsrisiko massiv senkt. In dieser Form wird Karate 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio erstmals auch als olympische Disziplin praktiziert werden. Schon länger ist die Sportart auch bei den World Games vertreten.
Auch wenn sich das Karate über die Jahrzehnte verändert hat, haben sich viele Traditionen erhalten. Dazu gehören zum Beispiel die Begrüßungsriten oder der Respekt vor dem Lehrer. Auch die Bekleidung ist noch immer an die traditionelle Kleidung der japanischen Bauern angelehnt.